Feministinnen-Szene in der Hauptstadt der Niederlande.

“Eine anständige Frau gehört nachts ins Haus” - vor hundert Jahren sah man nachts nur Prostituierte auf den Straßen Amsterdams. 1919 bekamen die Frauen das Stimmrecht. Als in den siebziger Jahren die feministische Bewegung in anderen Ländern noch um die Anerkennung kämpfen mußte, wurden in den Niederlanden bereits feministische Forderungen in die Tagespolitik aufgenommen.
Seit 1981 sind Schwangerschaftsabbrüche legal (seit 1985 sogar auf Krankenschein erhältlich). In Amsterdam gibt es eine beeindruckende feministische Infrastruktur : Gesundheitszentren, Selbsthilfegruppen, von Frauen für Frauen betriebene Unternehmen sowie einige Kneipen und Diskotheken, die ausschließlich für Frauen zugänglich sind.
Die niederländische Lesbenszene wie auch die Amsterdamer Feministinnen sind nicht sonderlich an Touristinnen interessiert, am ehesten finden noch Touristinnen unter ihresgleichen Kontakt und Anschluß. Die politisch aktiven Lesben bewegen sich in ziemlich geschlossenen Kreisen. Die Straßen sind relativ sicher für alleinreisende Frauen, obwohl der Rotlichtbezirk anfangs etwas einzuschüchtern vermag. Dem Problem des allgegenwärtigen Taschendiebstahls sollten Mann und Frau mit Wachsamkeit entgegentreten und die Habseligkeiten möglichst nahe am Körper tragen.
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Gruppen und Zentren :
Lesbenarchiv : 1 e Helmerstraat 17, Tel.: 020/6185879 (Dokumente über die Geschichte der Lesben in den Niederlanden mit monatlichen Führungen).
IAV (Internationales Zentrum und Archiv der Frauenbewegung) : Obiplein 4, Tel.: 020/6650820 (Pressedienst aller international bedeutenden feministischen Zeitschriften).
SAD Schorerstichting : P.C. Hoofstraat 5, Tel.: 020/6624206 (Beratungszentrum für Lesben und Schwule).
Sjalhomo : Postbus 2536, 1000 CM Amsterdam, Tel.: 023/5312318 (Landesweiter Verband homosexueller Jüdinnen und Juden).
Avalon : Roerstraat 79, Tel.: 020/6646530 (feministisches Esoterikzentrum).
Het Vrouwenhuis : Nieuwe Herengracht 95, Tel.: 020/6252066 (Frauenzentrum mit Bar für kulturelle und sonstige Aktivitäten).
Informationszentrum Prostitution : Enge Keerksteg 3, Tel.: 020/4207328 (Infos über Arbeitsbedingungen der Prostituierten).
De Hippe Heeks : Confuciusplein 10, Tel.: 020/6112268 (Frauentreff, bieten Kurse an).
Kenbau : Overtoom 270, Tel.: 020/6162913 (Selbstverteidigungszentrum mit sommerlichen Wochenendkursen für Frauen).
Östliches Badehaus Hammam : Zaanstraat 88, Tel.: 020/6814818 (Türkisches Bad nur für Frauen).
Sauna Aquafit : ´Van t Hofflaan 4, Tel.: 020/6945211 (Frauensauna).
Xenia Interkulturelles Frauenzentrum : Klaas Katerstraat 2, Tel.: 020/6198765 (gemeinsame Abendessen, Kurse, ... ).
Vrouwen in de Beeldende Kunst : Entreptdok 66, Tel.: 020/6266589 (Stiftung für Künstlerinnen).
Vrouwengezondheitscentrum : Obiplein 4, Tel.: 020/6934358 (Infos und Beratung von Frauen für Frauen, Vermittlung von frauenfreundlichen Ärzten, Therapeuten und Krankenhäusern, Frauengesundheitszentrum).
Rechtshulp voor Vrouwen : Wilhelmsstraat 24, Tel.: 020/6240323 (juristische Beratung für Frauen).
De Rode Draad : Kloveniersburgwal 47, Tel.: 06/32023060 (ca. 50 Cent/Min.) (Prostituiertengewerkschaft).
Polikliniek Oosterpark : Oosterpark 59, Tel.: 020/6932151 (Beratung und Auskunft über Verhütung und Schwangerschaftsabbrüche sowie deren Durchführung).
MR ´70 : Sarphatistraat 620-626, Tel.: 020/6245426 (Klinik für Schwangerschaftsabbrüche - unabhängig).
Aletta Jacobshuis : Overtoom 323, Tel.: 020/6166222 (Hilfe bei sexuellen Problemen, Pillenrezepte, “Pille danach”, Kondome, Empfängnisverhütung).
Oppascentrale Kriterion : Roeterstraat 170, Tel.: 020/6245848 (Babysitter Agentur).
Buchläden :
Vrolijk : Paleistraat 135, Tel.: 020/6235142 (Buchladen mit internationalen Lesbenzeitschriften und Antiquariat).
Amazone : Singel 120, Tel.: 020/4205061 (Kunstgalerie und Ausstellungszentrum für frauenspezifische Themen).
Antiquariaat Lorelei : Prinsengracht 495, Tel.: 020/6234308 (lesbische und feministische Sachbücher, Antiquariat).
Xantippe : Prinsengracht 290, Tel.: 020/6235854 (der führende Frauenbuchladen der Stadt).
Vrouwen in Druk : Westermarkt 5, Tel.: 020/6245003 (feministisches Antiquariat).
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